Donnerstag, 5. September 2013

Koalition der Frommen - Reportage & Dokumentation - ARD | Das Erste

Koalition der Frommen - Reportage & Dokumentation - ARD | Das Erste

Koalition der Frommen

Wie viel Religion verträgt die Republik?

Sie verweigern ihren Mitarbeitern das Streikrecht – und eine gescheiterte Ehe kann zur augenblicklichen Kündigung führen. Sie fordern das Verbot von unliebsamen Karikaturen und beanspruchen Macht und Einfluss – und vor allem jede Menge Subventionen aus öffentlicher Hand. Die Rede ist von Kirchen und Religionsgemeinschaften.
Die Trennung von Kirche und Staat ist im Gesetz festgeschrieben – ebenso wie diese Sonderrechte. Die Kirchen verlieren zunehmend an Mitgliedern, ihre Bindungskraft nimmt rapide ab – ihre Privilegien scheinen ungebrochen.
Warum eigentlich? Wie viel Nähe zu Kirche und Glauben verträgt der säkulare Rechtsstaat? Wie viel Respekt, aber auch wie viel Distanz ist geboten? Ist die zweifellos zu schützende Religionsfreiheit ein Privileg ohne Grenzen? Mit welchem Recht beanspruchen die Lager der Frommen, ob nun Christen oder Muslime, Freiräume, die keiner anderen gesellschaftlichen Gruppe zugesprochen würden?

Erbitterter Streit um Beschneidung

Die Brisanz des Themas zeigte im vergangenen Jahr der erbitterte Streit um die religiös-rituelle Beschneidung. Hat hier eine Koalition der Frommen ein fragwürdiges Gesetz durchs Parlament gepaukt? Kämpfen Rabbiner, Imame und Bischöfe gemeinsam um tradierte Besitzstände? Oder geben die Religionen der säkularen Gesellschaft ein unverzichtbares Gepräge?
Das Verhältnis von Religion und Gesellschaft steht neu auf dem Prüfstand. Auffällig ist, dass es nicht mehr nur die bekannten Kritiker allein sind, die eine gar zu enge Verflechtung von Staat und Religion monieren. Selbst Papst Benedikt XVI hatte bei seinem letzten Deutschlandbesuch die "Entweltlichung" der Kirche gefordert, den Verzicht auf institutionalisierte Macht – oder wie der katholische Bestsellerautor Manfred Lütz sagt: "Die Menschen suchen nicht das kirchliche Arbeitsrecht, sie suchen, wenn überhaupt, das Spirituelle in der Kirche."
Der Film von Tilman Jens diskutiert die Kontroverse mit Politikern, ranghohen Vertretern der Kirchen, der muslimischen Verbände und des Zentralrats der Juden in Deutschland. Zu Wort aber kommen auch unbequeme Denker und Analytiker: von Manfred Lütz bis Michael Wolfssohn. Denn die Frage nach der Religion umtreibt die Republik nicht nur in Wahlkampfzeiten.
Ein Film von Tilman Jens

Sonntag, 11. August 2013

▶ "Was verkaufen die KIrchen eigentlich?"

▶ DHT-2013-6-Carsten Frerk - YouTube

Auf dem 2. Deutschen Humanistentag in Hamburg referiert Dr. Carsten Frerk über "Kirche, die beste Geschäfstidee aller Zeiten". Nach Facetten des christlichen Marketings, des Produkt-Placements auch die Frage: "Was verkaufen die Kirchen eigentlich?" Die Antwort ist einfach und überzeugend.

Sonntag, 21. Juli 2013

Kirchenstaat - Religion hat in der Politik nichts verloren | Cicero Online

Kirchenstaat - Religion hat in der Politik nichts verloren | Cicero Online
Religionen erleben gerade so etwas wie eine Renaissance. Doch Religionsfreiheit meint auch und gerade die Freiheit von Religion. Glaube hat in der Politik nichts verloren. Warum wir weniger statt mehr Religion brauchen ..........

Donnerstag, 11. Juli 2013

Über Gott und die Welt - Düsseldorf | WAZ.de

Über Gott und die Welt - Düsseldorf | WAZ.de
Düsseldorf › Kirchenkritik: Über Gott und die Welt 11.07.2013RSS Feed abonnierenAuf Twitter teilenAuf Facebook teilen
KIRCHENKRITIK
Über Gott und die Welt
10.07.2013 | 00:22 Uhr


Auch der Düsseldorfer Karnevalswagen-Bauer Jacques TillyFoto: Jacques Tilly
Düsseldorf. Wie fromm ist eigentlich das Rathaus? Dieser Frage geht Wolfgang Klosterhalfen nach und zieht vor den Beschwerdeausschuss, weil es seiner Ansicht nach zu wenig religionskritische Bücher in den Düsseldorfer Stadtbibliotheken gibt.

„In Düsseldorf gehörten 2010 schon 48 Prozent der Menschen keiner der zwei großen Kirchen mehr an, Tendenz steigend“, sagt Klosterhalfen. Der medizinische Psychologe wünscht sich daher, dass sich die Literatur in den Büchereien entsprechend wandelt. Der 68-Jährige reichte eine Liste mit zwölf religionskritischen Werken bei der Stadtbücherei-Chefetage ein, mit der Bitte, diese in den Bestand aufzunehmen.

Über Gott und die Welt - Düsseldorf | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:.............

http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/ueber-gott-und-die-welt-id8170699.html#921278459

Freitag, 28. Juni 2013

Kirchenrecht bleibt leider so, wie es schon immer war: Sicher wie das Amen - taz.de

Kirchenrecht bleibt leider so, wie es schon immer war: Sicher wie das Amen - taz.de
Gerade 40 Sekunden benötigte der Bundestag, um den lästigen Tagesordnungspunkt abzuhandeln. Im Schnellverfahren votierten am frühen Freitagmorgen die wenigen noch im Plenum anwesenden Abgeordneten um 0.26 Uhr ohne Aussprache, aber mit großer Mehrheit dafür, weiterhin das Grundgesetz zu ignorieren. Wenn es um das gute Verhältnis zu den beiden Großkirchen geht, kommt es für die Fraktionen von CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen nicht so drauf an. Gemeinsam stimmte die ganz große Koalition gegen einen Gesetzentwurf der Linkspartei, der den Einstieg in den Ausstieg aus den historisch begründeten Staatsleistungen an die Kirchen bedeutet hätte.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Die düstere Seite des Christentums - Karlheinz Deschner "Kriminalgeschichte des | Andruck - Das Magazin für Politische Literatur | Deutschlandfunk

Die düstere Seite des Christentums - Karlheinz Deschner "Kriminalgeschichte des | Andruck - Das Magazin für Politische Literatur | Deutschlandfunk

Die düstere Seite des Christentums

Karlheinz Deschner: "Kriminalgeschichte des Christentums. Band 10". Rowohlt Verlag

Von Ingo Petz

Seit 40 Jahren schreibt Karlheinz Deschner seine kirchenkritische "Kriminalgeschichte des Christentums". Nun ist der abschließende zehnte Band erschienen. Darin lässt Deschner seine leidenschaftliche Lust manchmal vermissen.

Kreuz & Quer - 11.06.2013 22:30 Uhr - ORF TVthek

Kreuz & Quer - 11.06.2013 22:30 Uhr - ORF TVthek
Ausgetreten! (36:32)
Kirchliche Skandale, umstrittene Bischofsernennungen oder generell die zunehmende Säkularisierung: Es gibt viele - auch sehr persönliche - Gründe, warum Menschen aus der Kirche austreten. Wie ist es mit jenen, die ihre Mitgliedschaft aufkündigen, obwohl sie sich nicht als "ungläubig" bezeichnen? Die Doku begleitet solche Ausgetretene - darunter einige österreichische Promis wie den Kabarettisten Viktor Gernot, den Fußballtrainer Peter Stöger und Ex-Innenminister Caspar Einem - und geht der Frage nach, was sie an der Kirche stört und was ihnen ohne Kirche mitunter abgeht.Ausgetreten! (36:32)
Kirchliche Skandale, umstrittene Bischofsernennungen oder generell die zunehmende Säkularisierung: Es gibt viele - auch sehr persönliche - Gründe, warum Menschen aus der Kirche austreten. Wie ist es mit jenen, die ihre Mitgliedschaft aufkündigen, obwohl sie sich nicht als "ungläubig" bezeichnen? Die Doku begleitet solche Ausgetretene - darunter einige österreichische Promis wie den Kabarettisten Viktor Gernot, den Fußballtrainer Peter Stöger und Ex-Innenminister Caspar Einem - und geht der Frage nach, was sie an der Kirche stört und was ihnen ohne Kirche mitunter abgeht.

Samstag, 18. Mai 2013

Freitag, 26. April 2013

Was der Kirchentag wirklich kostet - Nachrichten Print - DIE WELT - Hamburg (Print DW) - DIE WELT

Was der Kirchentag wirklich kostet - Nachrichten Print - DIE WELT - Hamburg (Print DW) - DIE WELT

Sirkka Jendis, die Geschäftsführerin des Hamburger Kirchentages, zeigt einen Zettel, auf dem exakt 16 Zahlen stehen. Alle sind mindestens fünfstellig. Es ist der Kosten- und Finanzierungsplan für das evangelische Christentreffen, das vom 1. bis zum 5. Mai inHamburg stattfindet. Rund 18,5 Millionen Euro sind für den vierten Hamburger Kirchentag im Topf. .....................

Mittwoch, 17. April 2013

Unser täglich Geld gib uns heute | Telepolis

Unser täglich Geld gib uns heute | Telepolis

Unser täglich Geld gib uns heute

Patrick Spät 16.04.2013

Die Kirche erhält jedes Jahr eine halbe Milliarde Euro. Mit Demokratie hat das nichts zu tun: Staat und Kirche müssen endlich strikt getrennt werden

Wir müssen die Kirche im Himmel lassen. In weltlichen Gefilden hat sie nichts zu suchen - zumindest nicht im öffentlichen Leben, und schon gar nicht in unserer Staatskasse. Und die Kirche greift kräftig ins Steuersäckel: Allein die katholische und evangelische Kirche erhalten jedes Jahr rund 480 Millionen Euro aus den Klingelbeuteln der Steuerzahler. Schluss damit!

Dienstag, 9. April 2013

Wovon lebt die Kirche?


Wovon lebt die Kirche?
Die katholische Kirche ist der älteste Global Player überhaupt. Doch Seelsorge und soziales Engagement kosten Geld. Wovon lebt die Kirche? Welchen Einfluss hat der neue Papst auf die Finanzen?

Startseite - ZDF Mediathek

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1876614/Wovon-lebt-die-Kirche

Montag, 8. April 2013

Analyse: Urteil setzt Kirchen unter Druck

Analyse: Urteil setzt Kirchen unter Druck

Arme Kirche, reiche Kirche : Das Domkapitel, die Bettler und viele offene Fragen - Kommentar - Westfälische Nachrichten

Arme Kirche, reiche Kirche : Das Domkapitel, die Bettler und viele offene Fragen - Kommentar - Westfälische Nachrichten

Arme Kirche, reiche Kirche : Das Domkapitel, die Bettler und viele offene Fragen
Bettler dürfen nur vor dem Dom sitzen. Foto: Ralf Emmerich
Das Thema kommt wie gerufen. Papst Franziskus plädiert für eine arme Kirche, und das Domkapitel setzt zwei Bettler vor die Tür der Kathedrale. Aufschrei, Protest, Skandal-Rufe: „Haben die nichts begriffen?“
Von Johannes Loy

Bei differenzierter Betrachtung wird man dem Domkapitel vor allem einen Vorwurf machen können: Dass das Thema mit wenig Fingerspitzengefühl angefasst und unprofessionell in die Öffentlichkeit getragen wurde. So wäre es sicher möglich gewesen, den beiden betroffenen „Bettlern“ besonders in den kalten Wintermonaten eine alternative Bleibe anzubieten.

Sonntag, 7. April 2013

Die mühsame Trennung von Staat und Religion - Religion im Blick - Wiener Zeitung Online

Die mühsame Trennung von Staat und Religion - Religion im Blick - Wiener Zeitung Online


Religion im Blick

Die mühsame Trennung von Staat und Religion


Von Heiner Boberski

  • Ein Kulturkampf um echte oder vermeintliche "Kirchenprivilegien" bringt mehr Schaden als Nutzen.

Dr. Heiner Boberski ist Redakteur der "Wiener Zeitung" und Buchautor. Soeben ist sein mit Josef Bruckmoser verfasstes Buch "Weltmacht oder Auslaufmodell - Religionen im 21. Jahrhundert" (Tyrolia Verlag) erschienen.

Dr. Heiner Boberski ist Redakteur der "Wiener Zeitung" und Buchautor. Soeben ist sein mit Josef Bruckmoser verfasstes Buch "Weltmacht oder Auslaufmodell - Religionen im 21. Jahrhundert" (Tyrolia Verlag) erschienen.

Dass es in einer Gesellschaft viele religiöse, viele areligiöse und sehr viele in religiösen Fragen suchende Menschen gibt, ist allgemein bekannt. Je nach ihrem Standort werden diese Menschen mit dem nun aktuellen "Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien" und mit Vorstößen, das Konkordat zwischen Österreich und dem Heiligen Stuhl aufzukündigen, sympathisieren oder nicht. Wenn das Ganze aber nicht zu einem mehr Schaden als Nutzen bringenden Kulturkampf ausarten soll, wäre ein sachlicher und nüchterner Zugang zu dieser Thematik hilfreich. Dabei ist zunächst klarzustellen, dass es nicht nur um die christlichen Kirchen, sondern um alle anerkannten Religionsgemeinschaften geht.

Staat und Kirchensteuer: Der Glaube soll nicht an eine steuerliche Verbindung geknüpft sein - Meinung - Tagesspiegel

Staat und Kirchensteuer: Der Glaube soll nicht an eine steuerliche Verbindung geknüpft sein - Meinung - Tagesspiegel

Samstag, 6. April 2013

SPD und Grüne sollen mit Ende der Kirchensteuer werben | WAZ.de

SPD und Grüne sollen mit Ende der Kirchensteuer werben | WAZ.de
SPD und Grüne sollen mit Ende der Kirchensteuer werben
Die Kirchen und ihre Finanzen sorgen immer wieder für Diskussionen.Foto: dpa
Berlin.   Laizisten in den beiden Parteien wollen entsprechende Forderungen in den Programmen für die Bundestagswahl platzieren. Auch die Staatsleistungen wollen sie abschaffen: Derzeit zahlen Bund und Länder rund 460 Millionen Euro pro Jahr. Evangelische Kirche gibt sich gelassen.

Mittwoch, 3. April 2013

Bischöfe bekommen Dienstwagen, Wohnung und 8000 Euro brutto | WAZ.de

Bischöfe bekommen Dienstwagen, Wohnung und 8000 Euro brutto | WAZ.de


Essen.   Die katholische Kirche macht häufig ein Geheimnis aus der Entlohnung der Bischöfe. Im Prinzip ist aber bekannt, wie viel sie jeden Monat bekommen. Bischöfe verdienen in den Besoldungsgruppen B6 bis B10. Von Fall zu Fall kommen Zulagen hinzu, Dienstwagen und -wohnung. Das Gehalt zahlt der Staat.
Im Februar 2012 stellt der Linken-Abgeordnete Ralf Michalowsky im Landtag eine Anfrage, die fällt mühelos in die Abteilung „Alles, was Sie schon immer wissen wollten ...“ Über das Geld der Kirchen in NRW in diesem Fall, 211 Fragen von unterschiedlichstem Gewicht: Nach dem Grundbesitz fragt der Gladbecker ebenso wie nach den Kosten, die an Amtsgerichten durch Austritte entstehen...............

Samstag, 30. März 2013

28.03.2013: »Es ist dürftig, was Die Linke da vorgelegt hat« (Tageszeitung junge Welt)

28.03.2013: »Es ist dürftig, was Die Linke da vorgelegt hat« (Tageszeitung junge Welt)

»Es ist dürftig, was Die Linke da vorgelegt hat«

Die Kirchen plündern die staatlichen Kassen – dagegen regt sich auch im Bundestag Widerstand. Ein Gespräch mit Carsten Frerk

Interview: Gitta Düperthal
Bild 1
Carsten Frerk ist Chefredakteur des Humanistischen Pressedienstes (hpd.de). Er ist Autor mehrerer Bücher zu Kirchenfinanzen und Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.
Etwa 480 Millionen Euro fließen jährlich von den Bundesländern an die Kirchen. Landespolitiker verschiedener Parteien fordern, die Verträge zwischen Kirche und Bundesländern zu prüfen. Die sächsische FDP z.B. hat das am Wochenende auf ihrem Parteitag beschlossen. Was soll da genau auf den Prüfstand?

Kirchen : Gysi offen für Systemwechsel bei Kirchensteuer - Nachrichten Newsticker - News3 (DAPD) - DIE WELT

Kirchen : Gysi offen für Systemwechsel bei Kirchensteuer - Nachrichten Newsticker - News3 (DAPD) - DIE WELT
29.03.13

Kirchen

Gysi offen für Systemwechsel bei Kirchensteuer

Kirchliche Gruppen halten wenig von solchen Ideen - Anstoß kam von Sachsens FDP (neu: Meinhardt)
Gysi offen für Systemwechsel bei Kirchensteuer
Foto: DAPDGysi offen für Systemwechsel bei Kirchensteuer

Mittwoch, 20. März 2013

Freitag, 15. Februar 2013

Politisch Inkorrekt: Nach Papst-Rückzug: Feuer frei aus allen Rohren

Politisch Inkorrekt: Nach Papst-Rückzug: Feuer frei aus allen Rohren

Kommentare (28)

Politisch InkorrektNach Papst-Rückzug: Feuer frei aus allen Rohren

VON KLAUS KELLE - zuletzt aktualisiert: 15.02.2013
Johlen im Fernsehstudio, widerwärtiger Spott in Internetforen und Netzwerken, bisweilen blanker Hass – die katholische Kirche und der aus Deutschland stammende Papst erleben in diesen Tagen eine Form der Ablehnung, die jedes Maß verloren hat..........................

Montag, 4. Februar 2013

TV-Kritik zu Günther Jauch: Diese Kirche braucht kein Mensch - Kultur | STERN.DE

TV-Kritik zu Günther Jauch: Diese Kirche braucht kein Mensch - Kultur | STERN.DE


Diese Kirche braucht kein Mensch

Muss man noch über die Kirche reden? Ja, leider, sie ist der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland. Dass sie inhaltlich aber ausgedient hat, machte einer ihrer Funktionäre mal wieder deutlich. Von Mark Stöhr
Günther Jauch, TV-Kritik, Kirche, Katholiken, Arbeitgeber
Günther Jauch hat sich in dieser Woche die Kirche als Arbeitgeber vorgenommen. Sie war in den letzten Wochen wegen ihres Verhaltens nach einer Vergewaltigung mal wieder ins Gespräch gekommen.© 
Im Grunde könnte einem die Kirche ja egal sein. Sie hat in weiten Teilen der Gesellschaft keinerlei Bedeutung mehr. Nur noch ein Drittel der unter Dreißigjährigen gehört ihr an. Doch die Kirche, diese marode Glaubensfabrik, der die Gegenwart längst abhanden gekommen ist, ist der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland. Fast eineinhalb Millionen Menschen stehen bei ihr in Lohn und Brot. In Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern. Und in diesen Einrichtungen gilt Kirchenrecht. Wenn der Glaube die Leute schon nicht mehr bei der Stange hält, so lautet offenbar die Logik, dann eben der Gehaltszettel. Bloß: Das Geld kommt zu über 90 Prozent vom Staat. Bei den kirchlichen Kliniken sogar zu hundert. Wie ist das möglich?